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Monika Boch-Preis für Fotografie

Preisträger des Monika von Boch-Preises

Mechthild Schneider

Der Monika von Boch-Preis 2005 ging an Mechthild Schneider, deren fotografisches Werk durch Vielfältigkeit in Themen und Technik, durch sensible Beobachtungsgabe und Naturliebe, Neugierde und künstlerisch-schöpferische Kreativität an das Werk von Monika von Boch erinnert. Seit 1986 sind die Arbeiten von Mechthild Schneider in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.

Schneider war nach der Meisterprüfung, von 1985 bis 1991, als Fotografin für die Regierung des Saarlandes tätig. Seit 1991 ist sie als Fotografin bei der Landesbildstelle im Landesinstitut für Pädagogik und Medien, Saarbrücken-Dudweiler beschäftigt. Beide Tätigkeiten geben Auskunft über die unterschiedlichen Bereiche mit denen sich Schneider auch in ihrer beruflichen Arbeit auseinandersetzt: einerseits das bildnerische Festhalten von agierenden Menschen, welches schnelles Reaktions- und Einfühlungsvermögen erfordert. Mechthild Schneider zeichnet sich aber auch in ihren freien Arbeiten durch eine eindrucksvolle Themenwahl aus. In Paris fertigt sie Serien vom Leben in legendären Cafés und Bistros mit den klangvollen Namen wie dem „Lipp“, dem „Café de Flore“, dem Café du Dome“, deren Bekanntheit aus ihrer Geschichte als Treffpunkt der Bohème oder der der künstlerischen Avantgarde herrühren. Ebenfalls die Aufnahmen in den zahlreichen Passagen von Paris erzählen aus der Vergangenheit, der Architektur des 19. Jahrhunderts in einer sachlichen Strenge, die wiederum ein stilistisches Kriterium der fotografischen Avantgarde des inzwischen ausgeklungenen 20. Jahrhunderts darstellt. Spielerische Leichtigkeit strahlen ihre Tanzbilder aus. Feinste Modellierungen der Farben und des Lichts, anziehend lockende Formen, weiche Konturen verführen zu unterschwellig erotischen Assoziationen in ihren Pflanzenfotografien – eine der ursprünglichsten Funktionen von Farbigkeit überhaupt. Dem gegenüber steht die wissenschaftlich, sachliche Dokumentationsfotografie, die sie allerdings auch frei zu erweitern versteht.

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