Jubiläen 2003

  • Friedrich Aloysius Fuchs
  • Urkundliche Geschichte des Kreises Merzig
  • Gustav Regler
  • St. Josef in Merzig
  • Maria Croon (1891-1983)

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So schnell vergeht die Zeit – vor 200, vor 100 Jahren, vor...

Vor 205 Jahren,1798, wurde Wilhelm Tell von Fellenberg, der Erbauer des Schloss Fellenberg, geboren. (gestorben 1880). Er hat sich um die Wirtschaft des Kreises verdient gemacht. Er gründete die „Thonwaarenfabrik von Fellenberg & Cie” (1857) und stiftete zusammen mit seiner Frau das erste Kreiskrankenhaus (1879). Er setzte sich sehr für die Verbesserung der Landwirtschaft ein (erste Wiesenbauschule in Besseringen 1844). 1857 wurde er zum ersten Ehrenbürger der Stadt Merzig ernannt.

Vor 200 Jahren,1803, wurde Friedrich Aloysius Fuchs, der Gründer der ehemaligen Tabakfabrik Fuchs in Merzig geboren.

Vor 160 Jahren, 1843, fand zum ersten Mal die Josefswallfahrt in Merzig statt.

Vor 145 Jahren, 1858, sind Johann Matthias Deutsch, Pfarrer und Lehrer in Merchingen, und Franz Boch-Buschmann, Gründer der Faiencerie in Mettlach, gestorben.

Mit der Einrichtung der Hauptstrecke von Saarbrücken nach Merzig bekam der Kreis am 16. Dezember 1858 seine erste Eisenbahnverbindung. Die durchgehende Strecke bis Trier wurde 1860 in Betrieb genommen.

Vor 140 Jahren, 1820, liefen die ersten Personenposten mit Postkutschen im Saarland, u.a. die Strecke von Wadern nach Merzig.

Vor 135 Jahren, 1868, wurde die Schraubenfabrik Karcher in Beckingen gegründet.

Vor 130 Jahren, 1876, wurde die Lederfabrik Thees in Merzig gegründet. Die Firma Thees war eine der bedeutendsten Fabriken für Spezialtreibriemen in Deutschland. Der Betrieb wurde infolge der veränderten wirtschaftlichen Lage aufgegeben.

Vor 125 Jahren, 1878, wurde die erste Saarbrücke Merzig-Hilbringen erbaut.

Vor 120 Jahren, 1883, wurde Blandine Merten aus Düppenweiler geboren (gestorben 1918). Sie ist 1908 in die Kongregation der Ursulinen eingetreten und war ab 1911 in Trier als Lehrerin und Jugenderzieherin tätig. Am 1. November 1987 wurde sie von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen.

Vor 115 Jahren, 1888, wurde die Merziger Aktienbrauerei gegründet. Das Aktienkapital betrug 285.000,- Reichsmark bei der Gründung. 1953 wurde der Name in „Saarfürst-Brauerei AG” umgewandelt. 1974 wurde die Brauerei Karlsberg in Homburg Eigentümer der Merziger Saarfürst-Brauerei. Die Bierproduktion in Merzig wurde 1987 eingestellt und nach Homburg verlagert. Der Abriß der gesamten Produktionsanlage in Merzig erfolgte 1988/89.

Vor 110 Jahren, 1893, wurde Nikolaus Groß geboren (gestorben 1981). Er wirkte von 1938 bis 1968 in Losheim als Pfarrer der Pfarrei St. Peter und Paul. Er wurde für seine Verdienste um den Ort Losheim zum Ehrenbürger ernannt. Im Jahre 1968 bei seiner Verabschiedung verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande. Von besonderer Bedeutung sind seine Ausgrabungen, die wertvolle Rückschlüsse auf die Frühgeschichte des Hochwaldes gestatten.

Vor 105 Jahren, 1898, wurde der Schriftsteller Gustav Regler 1898 in Merzig geboren. Er studierte in München und Heidelberg. Dieser Mann nannte sich selbst Weltbürger und schrieb seine Eindrücke, Erlebnisse in Form autobiographischer Literatur nieder. Als sein bedeutendstes Werk gilt das Buch „Das Ohr des Malchus” (1958). Er wurde, nachdem er 1963 in Neu-Delhi gestorben war, in Merzig beigesetzt.

1892 wurde er aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste um die Hebung der keramischen Industrie und um die in den Fabriken geschaffenen Wohlfahrtseinrichtungen zum Geheimen Kommerzienrat ernannt und ihm der erbliche Adelsstand verliehen. In Merzig gibt es die Von-Boch-Straße, dort stehen noch die ehemaligen Häuser der V&B Werkssiedlung. 1898 wurde die Brücke Beckingen-Rehlingen erbaut.

Vor 85 Jahren, 1918, wurde der Perler Maler Nikolaus Schmitt-Nennig geboren.

Vor 80 Jahren, 1923, wurden der Maler und Grafiker Eugen Grittmann aus Beckingen und der Besseringer Fotograf Robert Funk geboren.

Nikolaus Bauer (geboren 1854) starb 1923. Nikolaus Bauer (auch Nikola Bauer oder „Banksche Bauer” genannt) gründete mit seinem Partner Johann Rieff die Tonwarenfabrik Rieff und Bauer in Merzig, die Mosaikplatten und Tonwaren für Bürgersteine und ähnliche Verwendungen herstellte. Politisch war Nikolaus Bauer fast volle 35 Jahre (seit 1888) Zweiter Kreisdeputierter sowie Erster Beigeordneter der Stadt von 1910-1923.

1923 wurde die Kraftstoffversorgung Merzig sowie die selbständige Kreissparkasse Wadern gegründet. Die Trennung in zwei Sparkassen Merzig und Wadern wurde durch die gesetzliche Einführung des Franken zur unbedingten Notwendigkeit.

Vor 75 Jahren, 1928, wurde das erste Heimatmuseum in Merzig eröffnet.

Vor 70 Jahren, 1933 starb Carl Dewes, der erste Ehrenbürger von Losheim. Er hinterließ der Gemeinde den Park im Heimlinger Tal, den nach ihm benannten „Dewes-Park”.

Vor 65 Jahren, 1938, wurde der Beckinger Bildhauer Eberhard Killguss geboren. Er erhielt 1963 den großen Preis von Antwerpen. Er arbeitet mit Metall, Glas oder Keramik.

1938 wurde die heutige „Merziger Fruchtgetränke GmbH” in Merzig als Zweigbetrieb einer Zweibrücker Genossenschaft gegründet. Die Raiffeisen-Waren-Zentrale des Saarlandes übernahm das Unternehmen 1948. 1979 wurde die GmbH & Co. KG. gegründet. Die Umfirmierung in Merziger Fruchtgetränke GmbH & Co. KG. erfolgte 1988. 1991 startete das Unternehmen die Kampagne „Merziger macht/schmeckt herziger”.

Vor 60 Jahren, 1943, ist Johann Schneider gestorben (1872 geboren). Er unterrichtete von 1892 bis 1932 an der Volksschule in Perl-Oberleuken. 1895 wurde er Mitglied der Gesellschaft für nützliche Forschungen in Trier. Johann Schneider machte auf die Bodenfunde im Wald zwischen Borg und Oberleuken aufmerksam. Ab 1906 entdeckte Schneider immer wieder Funde in dieser Region aus der Stein-, Römer-, Frankenzeit und dem Mittelalter.

Vor 55 Jahren, 1948, wurde das Saar-Gummi Werk in Wadern-Büschfeld gegründet.

Vor 50 Jahren, 1953, im Jahr 1953 bildete die große Landwirtschafts- ausstellung vom 12. bis 27. September im Merziger Stadtpark einen kommunalpolitischen Höhepunkt des Kreises. Geboten wurden auf 40.000 qm Fläche 25 Fach-, 19 Kultur- und 11 Sportveranstaltungen.

Vor 45 Jahren, 1958, legte Weihbischof Dr. Stein den Grundstein zur neuen St. Josefskirche in Merzig. Der Bau entstand durch die Teilung der Pfarrei St. Peter. Diese wurde notwendig, da die Pfarrei mittlerweile auf fast 10.000 Seelen angewachsen war.

Vor 40 Jahren, 1963, starb der Merziger Schriftsteller Gustav Regler.

Im gleichen Jahr starb Jakob Anton. Er wurde 1891 als Sohn eines Landwirtes in Mondorf geboren und studierte an der philosophischen Fakultät. Die Folgen eines Kriegsleidens verwehrten ihm die Laufbahn eines Gymnasiallehrers, so betrieb er intensiv Heimatforschung. Den größten Anteil haben dabei die Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen. Er bekam für seine Arbeiten das Bundesverdienstkeuz.

Vor 35 Jahren, 1968, wurden die Harnstoffwerke Perl-Besch gegründet.

Vor 25 Jahren, 1978, wurde der Gemeinde Wadern im Rahmen zahlreicher Festveranstaltungen urkundlich das Recht verliehen, die Bezeichnung „Stadt“ zu führen.

Vor 20 Jahren, 1983, starb Maria Croon (geboren 1891). Sie war von Beruf Lehrerin und kam 1933 mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Merzig. Sie sammelte die Sitten und Gebräuche im kirchlichen und weltlichen Leben unserer Dörfer und hat sie aufgeschrieben. Neben Erzählungen, Romanen und Gedichten schrieb sie auch einige Schwänke. Bekannte Werke sind „Die köstliche Mühsaal”, „Die Dorfstraße” und „Den Drejdejen Pätter”. Die Autorin war eine Verfechterin der moselfränkischen Mundart. Ihren Lebensabend verbrachte sie ab 1960 in Losheim/Britten.

Werner Freund gründete 1983 im Merziger Kammerforst das Wolfsgehege.

Vor 15 Jahren, 1988, wurde das erste internationale Bildhauersymposium „Steine an der Grenze” auf der Gauhöhe Büdingen Wellingen - Launstroff eröffnet. Künstlerischer Leiter ist Paul Schneider, der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier ist Vorsitzender des Vereins „Steine an der Grenze”.

In diesem Jahr wurde auch das Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum in Weiskirchen eingeweiht.

Vor 10 Jahren, 1993, ist Monika von Boch gestorben. (geboren 1915). Sie war Schülerin von Otto Steinert, Professor Kunstschule Saarbrücken. Seit 1951 arbeitete sie offiziell als Werksfotografin bei V&B. Ihr besonderes Können stellte sie bei vielen Ausstellungen im In- und Ausland unter Beweis. Sogar im Museum of Modern Art in Ney York sind Werke von ihr ausgestellt.

Vom 04. Juli bis 06. August 2003 zeigte das Museum Schloss Fellenberg einen Überblick über ihr Schaffen. Erstmals hat das Museum Schloss Fellenberg den „Monika-von-Boch-Preis” für Fotografie verliehen, damit das Andenken an diese bekannte Künstlerin wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung des Landkreises gelangt. In Zukunft verleiht das Museum Schloss Fellenberg alle zwei Jahre den „Monika-von-Boch-Preis für Fotografie”. Im Jahre 2003 ging dieser Preis an die Saarbrücker Fotografin Monika Zorn, 2005 wird Monika Zorn ihre Fotografien im Museum Schloss Fellenberg zeigen.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten mit einer Investition von fünf Millionen Mark wurde die Burg Montclair 1993 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Burgruine Montclair bei Mettlach ging 1989 in den Besitz des Landkreises über, nachdem sie 120 Jahre der Familie von Boch gehörte.

Vor 5 Jahren, 1998, starb Herbert Wedekind, der berühmte Schauspieler aus Wadern.

Im gleichen Jahr wurde der Rundwanderweg für landesweit einzigartige Brittener Wegekreuze eröffnet. In Losheim/Britten gibt es sechzehn Wegekreuze aus Sandstein und eines aus Holz. Die „Aktion Wegekreuze” wurde 1987 vom Kultur- und Karnevalverein „Hirtz” e.V. ins Leben gerufen. Fast alle Wegekreuze wurden seither unter Federführung des Vereins restauriert.

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