Jubiläen 2013

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Erinnern Sie sich noch, dass...

…vor 215 Jahren, 1798, Wilhelm Tell von Fellenberg, der Erbauer von Schloss Fellenberg, geboren wurde. Er starb 1880 und hat sich um die Wirtschaft des Kreises verdient gemacht und wurde 1857 zum ersten Ehrenbürger der Stadt Merzig ernannt. Er gründete die „Thonwaarenfabrik von Fellenberg & Cie” und stiftete mit seiner Frau Virginie, geborene Boch das erste Krankenhaus (1879) der Stadt Merzig. Von Fellenberg setzte sich sehr für die Verbesserung der Landwirtschaft ein. 1844 gründete er die erste Wiesenbauschule in Besseringen.
Im Oktober des Jahres wurde für Fellenberg eine Gedenkstele in der Stadt Merzig aufgestellt. Auch gab es in diesem Jahr Diskussionen wie heute mit der Stiftung der von Fellenbergs umgegangen wird. (Die Saarbrücker Zeitung berichtete ausführlich darüber).

Vor 170 Jahren, 1843, fand zum ersten Mal die Josefswallfahrt in Merzig statt.

Vor 155 Jahren, bekam der Kreis am 16. Dezember 1858 seine erste Eisenbahnverbindung mit der Einrichtung der Hauptstrecke von Saarbrücken nach Merzig. Die durchgehende Strecke bis Trier wurde 1860 in Betrieb genommen.

Vor 135 Jahren, 1878, wurde die erste Saarbrücke Merzig-Hilbringen fertiggestellt und dem Verkehr freigegeben.

Vor 125 Jahren, 1888, wurde das Gymnasium am Stefansberg gegründet. (Großer Bericht in der Saarbrücker Zeitung am 09.10.2013)

Vor 120 Jahren, 1893, wurde Nikolaus Groß geboren (gestorben 1981). Er wirkte von 1938 bis 1968 Pfarrer der Pfarrei St. Peter und Paul in Losheim. Er wurde für seine Verdienste um den Ort Losheim zum Ehrenbürger ernannt. Bei seiner Verabschiedung 1968 verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande. Von besonderer Bedeutung sind seine Ausgrabungen, die wertvolle Rückschlüsse auf die Frühgeschichte des Hochwaldes gestatten.

Vor 115 Jahren, 1898, wurde der Schriftsteller Gustav Regler 1898 in Merzig geboren. Er studierte in München und Heidelberg. Er bezeichnete sich selbst als Weltbürger und schrieb seine Eindrücke, Erlebnisse in Form autobiografischer Literatur nieder. Als sein bedeutendstes Werk gilt das Buch „Das Ohr des Malchus” (1958). Er wurde, nachdem er 1963 in Neu-Delhi gestorben war, in Merzig beigesetzt. In diesem Jahr wurde mit zahlreichen Veranstaltungen an seinen Todestag vor 50 Jahren gedacht (Darüber wurde in der Saarbrücker Zeitung berichtet).

Vor 85 Jahren, 1928, wurde das erste Heimatmuseum in Merzig eröffnet.

Vor 70 Jahren, 1943, ist Johann Schneider gestorben (1872 geboren). Er unterrichtete von 1892 bis 1932 an der Volksschule in Perl-Oberleuken. 1895 wurde er Mitglied der Gesellschaft für nützliche Forschungen in Trier. Johann Schneider machte auf die Bodenfunde im Wald zwischen Borg und Oberleuken aufmerksam. Ab 1906 entdeckte Schneider immer wieder Funde in dieser Region aus der Stein-, Römer-, Frankenzeit und dem Mittelalter.

Vor 60 Jahren, 1953, im Jahr 1953 bildete die große Landwirtschafts-Ausstellung vom 12. bis 27. September im Merziger Stadtpark einen kommunalpolitischen Höhepunkt im Kreis. Geboten wurden auf 40.000 qm Fläche 25 Fach-, 19 Kultur- und 11 Sportveranstaltungen.

Vor 55 Jahren, 1958, legte Weihbischof Dr. Stein den Grundstein zur neuen St. Josefskirche in Merzig. Der Bau entstand durch die Teilung der Pfarrei St. Peter. Diese wurde notwendig, da die Pfarrei mittlerweile auf fast 10.000 Seelen angewachsen war.

Vor 35 Jahren, 1978, wurde der Gemeinde Wadern das Recht verliehen, die Bezeichnung „Stadt“ zu führen.

Vor 30 Jahren, 1982,
Tod des Losheimer Malers Otto von Pidoll
Tod des Losheimer Heimatforschers Vinzenz Marx
Entstehung des Tourismusverbandes Merzig-Wadern

Vor 25 Jahren, 1988, wurde das erste internationale Bildhauersymposium „Steine an der Grenze” auf der Gauhöhe Büdingen Wellingen-Launstroff eröffnet. Künstlerischer Leiter ist Prof. Paul Schneider. Prof. Alfred Diwersy ist Vorsitzender des deutschen Vereins und der Präsident von „Menhirs de l’Europe“, dem Verein in Frankreich, ist Denis Hourt. Die Aufstellung von Windrädern auf französischer und deutscher Seite  löste in diesem Jahr kräftige Diskussionen aus. Der Bildhauer Paul Schneider sieht sein Lebenswerk ruiniert (Ausführliche Berichte in der Saarbrücker Zeitung).

Vor 25 Jahren, 1988, wurde die Kulturstiftung für den Landkreis Merzig-Wadern gegründet. Die Gründer waren Landrat Michael Kreiselmeyer und die Kreissparkassen Merzig mit Josef Strohm und Wadern mit Sparkassendirektor Karl-Heinz Scherer. (Bericht in der Saarbrücker Zeitung am 16.12.2013)
Seitdem setzt sich die Kulturstiftung dafür ein, Kulturgüter im Landkreis zu bewahren, zu pflegen und sie in geeigneter Weise der Allgemeinheit zugänglich und nutzbar zu machen. Zur Kulturstiftung gehören die Römische Villa Perl-Borg, die Burg Montclair und das Museum Schloss Fellenberg. Zum Festakt der Kulturstiftung „kamen“ auch Wilhelm Tell von Fellenberg und seine Frau Virginie geborene Boch. Das adlige Ehepaar (gespielt von Detlef Kraemer und Ingrid Jakobs) zeigte sich sehr verwundert darüber, wie heute in Merzig mit der Stiftung der von Fellenbergs umgegangen wird.

Vor 20 Jahren, 1993, wurde die Burg Montclair nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Burgruine Montclair bei Mettlach ging 1989 in den Besitz des Landkreises über, nachdem sie 120 Jahre der Familie von Boch gehörte.

Vor 10 Jahren, 2003, wurde die Saarbrücke in Mettlach unter Denkmalschutz gestellt. Sie ist die einzige befahrbare Hängebrücke im Saarland und wird seit November 2012 restauriert. Die Bauarbeiten werden vermutlich noch eine längere Zeit in Anspruch nehmen.

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