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  • Sonntag, 19.März, um 17 Uhr

Preisträger des 8. Monika von Boch-Preises für Fotografie

  • Glueckspilze - Komposition mit Fliegenpilz - 2012© François Besch
  • Glueckspilze - Schneebedeckte Schmetterlingsporling-Kolonie - 2013© François Besch
  • Glueckspilze - Komposition aus Zunderschwamm Moos und Herbstlaub - 2012© François Besch
  • Lonely Machines - Raederwerk 1 - 2014© François Besch
  • Lonely Machines - Raederwerk 2 - 2014© François Besch

Mit dem „8. Monika von Boch-Preis für Fotografie“ wird der Luxemburger Fotograf François Besch ausgezeichnet. Er gilt als „Pionier der Kunstfotografie mittels Smartphone“.

„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“. Dieses Zitat der Fotografin Gisèle Freund (1908-2000) hat sich auch François Besch zum Prinzip gemacht. Der Künstler ist Jahrgang 1963, in Esch/Alzette geboren und hat mütterlicherseits saarländische Wurzeln. Seine Mutter stammt aus Dillingen/Saar. Besch lebt und arbeitet im luxemburgischen Bivange, dem Geburtsort des berühmten amerikanischen Fotografen Edward Steichen. Er ist Journalist bei der zweitgrößten Tageszeitung Luxemburgs, dem Tageblatt.

 Die Einführung des iPhone 4 im Jahre 2010, mit seiner verbesserten Kameratechnik, mit einer höheren Auflösung und besseren Lichtempfindlichkeit, weckte sein Interesse, und er experimentierte mit dieser Technik für seine künstlerischen und journalistischen Projekte. Mit einem iPhone 4 und der neuen Anwendung “Hipstamatic“ – einer Filtersoftware, die im gleichen Jahr erschien -, begann Besch zunächst Landschaftsbilder aufzunehmen, die in der Presse mit „visuelle Poesie“ charakterisiert wurden. Gleichzeitig hielt er im Stil der frühen Straßenfotografie Alltagsszenen fest und widmete sich damit der Realität. So entstand zwischen 2011 und 2014 die Werkreihe „Street Phoneography“. Ebenfalls 2011 begann er Menschen mittels dem iPhone zu porträtieren und schuf die Reihe „Hipstamatical Faces“, die er bis heute fortsetzt. Porträtiert hat er so u.a. den deutschen Aktionskünstler H. A. Schult und dessen Muse Elke Koska, Winnetou-Darsteller Pierre Brice, den Fotografen Lucien Clergue, den Luxemburger Premierminister Xavier Bettel und viele weitere Persönlichkeiten. Im selben Jahr richtete er in Luxemburg die europaweit erste Ausstellung aus, die integral mit der Kombination iPhone/Hipstamatic realisiert wurde.

Seine Dokumentationen von technischen Details in strengem Schwarz-Weiß aus der Reihe „Lonely Machines“ (2014) erinnern an Arbeiten, die Monika von Boch während ihrer Zeit als Werksfotografin angefertigt hat.

2013 erwarb die Luxemburger Post aus der Ausstellung „Von Glückpilzen und anderen  Lichtwelten“ fünf Bilder, Porträts von Waldpilzen, um damit die Briefmarkenserie „Les Champignons du Luxembourg“ herauszugeben. Es war die weltweit erste offizielle Briefmarkenausgabe, bei der die Fotos mittels Smartphone aufgenommen wurden. Die Serie wurde 2014 zu den „Schönsten Briefmarken des Jahres“ im Großherzogtum gewählt.

François Besch erlangte internationale Anerkennung mit seinen Hipstamatic-Aufnahmen. Seine Bilder sind in nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen.

Die Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung ist am
Sonntag, den 19. März, um 17. 00 Uhr.
 
Es sprechen:
Daniel Kiefer, Bürgermeister der Gemeinde Mettlach
 
Zum Werk von François Besch:
Dr. Paul Bertemes, mediArt Luxemburg
 
Der Preisträger ist anwesend.
 
Dauer der Ausstellung: bis 23.04.2017
 
Gefördert wird die Ausstellung durch die Sparkasse Merzig-Wadern.
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