Kunstszene Saar - Im Augenblick 2004

  • Vera Kettler, o. T., 2004
  • Andrea Neumann, o. T., 2003
  • Klaus Harth, Vorstudien zum Honecker-Museum, 2003
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Im Augenblick 2004 -
Von Menschen und Tieren

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25. August bis 31. Oktober 2004

Nicht nur die Philosophie hat den Menschen zum Thema gemacht. Auch in der bildenden Kunst ist die Beschäftigung des Menschen mit sich selbst sowie seinen Beziehungen zu seinen Mitmenschen eines der ältesten Themen überhaupt und hat seit eh und je zum künstlerischen Diskurs angeregt. Einerseits ist der Menschen der erfindungsreiche Schöpfer, der andererseits mit seiner Klugheit die von ihm selbst vorgegebenen Grenzen durchbrechen kann.

„Was ist der Mensch”, zählt zu den wichtigsten und grundlegendsten Fragen nachdenklicher Besinnung.

Auch in den Werken der Kunstszene Saar 2004 im Museum Schloss Fellenberg setzen die Künstler sich mit diesen grundlegenden Fragen menschlichen Daseins auseinander. Die Themen sind ganz unterschiedlicher Art. Da entführt der Künstler bei konsequenter Ausschaltung der Dingwelt in die Spielwelt der Kinder, erinnert an die Unbeschwertheit der Kindheit aber auch an den Verlust von beidem. In keiner Lebensphase ist der Mensch so offen gegenüber neuen Lebensentwürfen, wie in seiner Kindheit.

Menschen und Tieren gemeinsam ist die Freude am Spiel und an der Bewegung. Dem fröhlich kindlichen und unbeschwerten Treiben steht die beschwerliche, harte Welt der Arbeit gegenüber. Sie wird nur schemenhaft ohne Detailschilderung angedeutet. Es ist ein Blick in die Vergangenheit, auf eine Arbeit, die aus der Not heraus von Frauen verrichtet wurde. In der Welt dieser Frauen stand die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich, der eigenen Identität, den Wünschen, dem körperlichen Zerfall durch Krankheit und Alter nicht zur Diskussion. Der Künstler greift diese Fragen menschlichen Daseins in seiner schöpferischen Arbeit auf und stellt seine Sicht der Dinge mit unterschiedlichen Medien dar. Hinzu kommt die Beziehung des Ich zu der Gesellschaft, zu den Mitmenschen, ohne die der Menschen nicht leben kann und die ihm Liebe und Anerkennung geben, ihm aber auch Schmerzen zufügen und ihn in eine Welt der Enttäuschung und der Ängste stürzen können.

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