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Das Kreisheimatmuseum

Volkskunde

Die „Trachtenpuppe” Gisela erzählt wie die Saargau- und die Hochwälder-Tracht aussieht, aus welchem Stoff z.B. eine solche Tracht genäht wurde und dass es eine Sonntags-Tracht und eine sehr viel derbere einfachere für den Werktag gab.

Kleine Modellbauten veranschaulichen die typischen Hausformen im Kreis Merzig-Wadern so z.B. das Lothringer Bauernhaus und das Südwestdeutsche Quereinhaus. Seit Ende des 17. Jh. entwickelten sich die so genannten „Einhäuser” wo alle Lebensfunktionen (Wohnbereich, Stall, Scheune) unter einem Dach angesiedelt waren. Der Wirtschaftstrakt war hierbei stets größer als der Wohnbereich. Es war ein eingeschossiger, nicht unterkellerter Fachwerkbau mit stroh gedecktem Satteldach.

Beim Lothringer Bauernhaus teilt ein langer dunkler Gang das Haus in zwei Hälften: auf der einen Seite liegen die Wohnräume auf der anderen die Wirtschaftsgebäude mit Scheune, Pferde- und Kuhstall. Die einzige Pracht der Häuser war der Türsturz der Haustür, die aus schwerem Eichenholz war. Dieser war mit in Stein gehauenen Rosetten, Weinranken usw. verziert.

Verschiedene Haushaltsgeräte in diesem Raum geben anschaulich Einblick in das häusliche Leben vor langer langer Zeit als es z.B. noch einen „Kaffeewärmer” oder ein „Überhandtuch” gab.

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