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Das Kreisheimatmuseum

Literatur

Maria Croon war von Beruf Lehrerin und kam 1933 mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Merzig. Sie sammelte die Sitten und Gebräuche im kirchlichen und weltlichen Leben der Dörfer des Landkreises Merzig-Wadern und hat diese aufgeschrieben. Neben Erzählungen, Romanen und Gedichten schrieb sie auch einige Schwänke. Vierzehn Bücher, darunter Titel wie „Heielei Hett”, „Die köstliche Mühsaal”, „Die Taakbank” und acht Volksschwänke, u. a. „Den drehjdejen Pätter” und „De Parapli” sowie unzählige Artikel wurden veröffentlicht. Die Autorin war eine Verfechterin der moselfränkischen Mundart. Ihren Lebensabend verbrachte sie ab 1960 in Losheim-Britten.

Durch seine Erfahrungen an den Fronten des 1. Weltkrieges (1914-18) wurde Gustav Regler zum kritischen Schriftsteller und überzeugten Kommunisten. Er war als Lehrer und Journalist tätig, u. a. als Redakteur bei der „Nürnberg-Fürther Morgenpresse”. 1933 emigrierte er nach Frankreich. 1939 wurde er in Paris als deutscher Schriftsteller interniert. Nach seiner Entlassung 1940 floh er nach Mexiko. Dort lebte er mit einigen Unterbrechungen (Reisen, Aufenthalt in den USA) bis zu seinem Tod. Er starb 1963 während einer Indien-Reise in Neu Delhi. 1958 erschien Reglers autobiographischer Roman „Das Ohr des Malchus”.

Peter Wust studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in Berlin und Straßburg, 1914 promovierte er in Bonn zum Doktor der Philosophie. Ab 1915 war er als Lehrer und Studienrat in Trier und Köln tätig. Er pflegte in den 20er Jahren regen Kontakt zu dem Philosophen Max Scheler. Wust hatte Kontakte zu französischen Intellektuellen der Gemeinschaft „Renoveau Catholique” und versuchte mit Carl Muth von der Zeitschrift „Hochland” eine ähnliche Erneuerung des katholischen Deutschland zu bewirken. Von 1930 bis 1939 unterrichtete Wust als Professor der Philosophie an der Universität in Münster.Bekannte Werke sind z.B. „Ungewissheit und Wagnis” und „Abschiedswort”.

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